EG – Nummer 6 8 0 - „Mirjam - Lied"

 

Die Textdichterin und Komponistin

Claudia Mitscha-Eibl

Mag. Claudia Mitscha-Eibl (* 17. Juni 1958 in Mistelbach, Niederösterreich) ist Lehrerin und Liedermacherin. Claudia Mitscha-Eibl studierte katholische Theologie und Musik (Blockflöte). Sie ist Lehrerin für Religion an der Lehranstalt für heilpädagogische Berufe in Wien, Liedermacherin und Mutter dreier Kinder. Sie lebt in Korneuburg. Schon als Kind von Musik und Instrumenten begeistert, hat das Schicksal behinderter Kinder im psychiatrischen Krankenhaus die damals 22-jährige Studentin nachhaltig beeinflusst. Sie schrieb das Lied vom Kinderhaus, dem noch zahlreiche weitere folgten und auch auf CD veröffentlicht wurden. Bekannt wurde sie durch ihr "Miriam-Lied". Der Text ist die große Stärke der feministisch-christlichen Liedermacherin. Sie gibt Konzerte in Österreich, Schweiz und Deutschland. Ihre Lieder, die kirchliche und weltliche Themen behandeln, sind auf zwei CDs erhältlich. Claudia Mitscha-Eibl ist die erste Preisträgerin des 1999 gestifteten Hanna-Strack-Preises (Der Hanna Strack Verlag stiftete 1999 zum ersten Mal einen Preis für neue Sprache von Frauen für die Gemeinde. Ausgezeichnet werden "Gottespoetinnen"). Der Preis wurde ihr verliehen für ihr Mirjam-Lied, das für viele Frauen und auch Männer die befreiende Kraft Gottes in neuer Sprache und mitreißender Melodie zum Ausdruck bringt. Das "Miriam-Lied" ist auch im Liederheft des ökumenischen Kirchentags abgedruckt.
Ihre Internetadresse lautet: http://beginn.at/claudia

Der Hanna-Strack-Preis

Der Hanna Strack Verlag stiftete 1999 zum ersten Mal einen Preis für neue Sprache von Frauen für die Gemeinde. Mit dem Preis sollen Frauen ausgezeichnet und bekannt gemacht werden, die in einer neuen, an der Lebenswirklichkeit von Frauen orientierten Sprache Lieder, Gebete und Segensworte schreiben. "Gottespoetinnen" nennt sie die Verlegerin Hanna Strack, denn Frauen haben eine ihnen eigene Spiritualität, die viel mit den Erfahrungen ihres Körpers zu tun haben. Der Preis ist mit 1000 DM dotiert und soll jedes Jahr im Rahmen der Frauenwerkstatt eines evangelischen oder katholischen Kirchentages vergeben werden. Erste Preisträgerin war Claudia Mitscha-Eibl. Der Preis wurde ihr verliehen für ihr Mirjam-Lied, das für viele Frauen und auch Männer die befreiende Kraft Gottes in neuer Sprache und mitreißender Melodie zum Ausdruck bringt. Im Rahmen des Offenen Singens in der Frauenwerkstatt des Evangelischen Kirchentages in Stuttgart hat Hanna Strack Claudia Mitscha-Eibl den Preis überreicht.

Der Mirjam-Sonntag - Biblische Frauen handeln anders

Die alttestamentliche Geschichte von Schifra und Pua steht im Mittelpunkt des "Mirjam-Sonntags", den viele Gemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland am Sonntag, 17. September, in ihren Gottesdiensten feiern. Schifra und Pua waren die mutigen Hebammen, die in der Exodusgeschichte alle Neugeborenen leben ließen, obwohl ihnen der Pharao befohlen hatte, die Söhne der Hebräerinnen zu töten. Sie leisteten Widerstand und ermöglichten das Überleben des Volkes Israel in tödlicher Bedrohung. In den Gottesdiensten werden die biblischen Frauen als Vorbilder für beherztes, gewaltloses Handeln und geschickten Umgang mit Herrschaftsstrukturen zum Thema. Der Mirjam-Sonntag wird in der Evangelischen Kirche im Rheinland seid 1998 gefeiert. Seit 1999 ist er auch Bestandteil im liturgischen Kalender der rheinischen Kirche. Er soll mit biblischen Texten und Frauengestalten die ökumenischen Dekadeziele "Kirche in Solidarität mit den Frauen" und "Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen" neu beleuchten. Mirjam ist für engagierte Frauen in Kirche und Theologie – und darüber hinaus – zur Leitfigur geworden. Mirjam war wahrscheinlich die Schwester von Mose, die in der biblischen Geschichte sieht, wie die Pharaonentochter das Baby Mose findet. Sie gilt als Prophetin, die eigene Führungsansprüche geltend macht. Hinter ihr zogen Israels Frauen tanzend und singend durchs Meer. Das "Mirjam-Lied" hat wegen seiner großen Popularität in der kirchlichen Frauenbewegung 1996 den Weg in das Evangelische Gesangbuch (EG 680) gefunden.

Bekannte Lieder von Claudia Mitscha-Eibl

"Miriam-Lied"
"miteinander leben"
"Finde den Raum"
"Tango der Sehnsucht"
"Rabenmütter"
"Liebe macht blind"

Hanna-Strack-Preisträgerinnen

1999: Claudia Mitscha-Eibl
2000: Carola Moosbach
2001: Lucy D'Souza-Krone
2002: Christa Peikert-Flaspöhler
2003: Gertrud Hanefeld
2004: Susanne Kramer-Friedrich