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"Beten 09" - das klingt zwar ein bisschen wie der Name eines frommen Fussballvereins, aber tatsächlich geht es
nicht um 90 Minuten Sport, sondern um ein ganzes Kirchenjahr rund um das Beten. "Beten ist Erwartung an Gott im Vertrauen auf sein Eingreifen. Gebet rechnet
mit einem unverfügbaren Plus, das zuerst die Betenden verändert." Gemeinsam mit dem Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen
Kirche im Rheinland haben sieben weitere Männer und Frauen aus Einrichtungen der rheinischen Kirche und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in
Wuppertal den Anstoss gegeben. Ihr Ziel: Menschen und Gemeinden zu gewinnen, die im neuen Kirchenjahr, das am 1. Advent 2008 beginnt, dem Gebet ein Jahr lang
einen besonderen Raum in ihrem Alltag und im Leben der Gemeinde zu geben. Unter der E-Mail-Adresse fuerbitte@beten09.de können Menschen ab Dezember 2008
Gebetsanliegen weitergeben, für die dann Gemeinden die Patenschaft übernehmen und diese Fürbitten zu ihrer Sache machen.
Für jeden Monat des Jahres ist ein eigenes Leitthema ausgewählt worden. Unter dieses Thema wollen wir in Hangelar auch das
Monatslied stellen.
Für den aktuellen Monat lautet das beten09-Thema: "Psalmen- Gregorianik- Lobpreis"
Als Monatslied zum Thema "Psalmen- Gregorianik- Lobpreis" werden Pslamvertonungen aus dem EG vorgeschlagen (z.B. EG 279, EG 272, EG 301,EG 287).
Buch der Psalmen
Das Buch der Psalmen ist ein Buch des (jüdischen) Tanach bzw. des (christlichen)
Alten Testamentes. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung von 150
Psalmen, also Gebeten, Liedern und Gedichten. Auch heute noch, über zweitausend
Jahre nach ihrer Entstehung werden Psalmen von Juden und Christen gleichermaßen
verehrt und gebetet. Schriftstellern und Musikern dient der Psalter von jeher
als Quelle für ihre Inspiration. Außerhalb des Psalmenbuches gibt es weitere
biblische Psalmen. Neben den biblischen Psalmen kennt das frühe Judentum andere
Psalmen. So wurden beispielsweise in den Höhlen bei Khirbet Qumran eine Reihe
weiterer Psalmen gefunden. Psalmennachdichtungen bzw. Vertonungen von Psalmen
hat es durch die Jahrhunderte bis heute immer wieder gegeben.
Das Wort Psalmen kommt von dem griechischen Wort psalmós, das Lied oder Lobgesang
bedeutet. Das hebräische Wort ist tehilim/תהילים
(=Preisungen). Das Buch (es wird auch Psalter genannt) enthält eine Sammlung von 150 Liedern
aus dem religiösen Leben und Gottesdienst der alten Israeliten - Lieder, die
aus dem Herzen dieses Volkes kommen und seine persönliche Erfahrungen widerspiegeln.
Man könnte die Psalmen das älteste Gesangbuch des Volkes Gottes nennen.
Das Buch der Psalmen befindet sich ziemlich genau in der Mitte der christlichen
Bibelausgaben (sofern sie die so genannten Apokryphen nicht mit einschließen;
dies sind die nach evangelischem Verständnis außerkanonischen Spätschriften des
Alten Testaments, die von der römisch-katholischen Kirche zum Kanon der
biblischen Schriften gezählt werden). Das nachexilische Judentum schrieb die
Mehrzahl der Psalmen dem Priester-König David zu. Anders als bei den anderen
Büchern der Bibel, deren heutige Einteilung in Kapitel erst im Mittelalter
entstand, existierte diese bei den Psalmen schon seit ihrer Entstehung. Die
Einteilung in Verse ist dagegen auch in diesem Fall neueren Datums, folgt aber
größtenteils der natürlichen Verseinteilung der poetischen Texte. Martin Luther
nannte die Psalmen die "kleine Biblia".
Ein Psalm ist ein Gebet, das auch gesungen werden kann, siehe Psalmodie. Das Buch
der Psalmen wird manchmal auch Psalter genannt. Als Psalterium oder Psalter
wird im Alten Testament auch ein Musikinstrument, die Schrägleier bezeichnet,
welche oft als Begleitinstrument zum Psalmengesang diente. Es wurden jedoch
auch andere Instrumente verwendet. Das Buch der Psalmen ist das Gebetbuch der
Juden und der frühen Christen. Außerhalb des jüdischen Tempels wurden die
Psalmen gewöhnlich ohne Instrumentalbegleitung gesungen. Heute sind die Psalmen
liturgisch im Gebrauch in der jüdischen Synagoge, im Stundengebet der
katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche, und in gregorianischen
Gesängen, in der Regel auch in der Eingangsliturgie als gemeinsames Gebet oder
Wechselgebet in protestantischen Kirchen.
Der Aufbau des Psalmenbuches
Das Psalmenbuch, wie es uns in der heutigen Form vorliegt, ist das Ergebnis eines
komplexen, mehrere Jahrhunderte andauernden Entstehungsprozesses. Jedes der
fünf auszumachenden Psalmenbücher hat eine je eigene Entstehungsgeschichte und
auch die redaktionelle Sammlung und Zusammenstellung verlief nicht in einem
Zug. Die heutige 'Ausgabe' des Psalmenbuches gab es vermutlich bereits im 2.
Jahrhundert v. Chr. Aber bis zum ersten Jahrhundert n. Chr. bestanden daneben
auch andere Versionen, die vor allem im letzten Drittel des Psalmenbuches in
Anordnung und auch Anzahl divergierten. Dies belegen die alten Übersetzungen
der Septuaginta (griechisch) und der Peschitta (syrisch) sowie die Funde von
Psalmenrollen in Qumran. Um 100 n. Chr. legte die pharisäisch-rabbinische
Tradition den Kanon der hebräischen Bibel und somit auch den Text des
Psalmenbuches für das Judentum endgültig fest.
Inhalt der Psalmen
Viele Psalmen sind als Kirchenlieder vertont. Dazu wurden ihre Texte häufig in eine
Reim- und Strophenform überführt. Künstler befassen sich bis heute oft mit
Psalmen in Nachdichtungen oder Vertonungen. Die meisten Psalmen sind in der
hebräischen Gedichtform geschrieben, die durch den Gedankenreim (lateinisch:
Parallelismus membrorum) charakterisiert ist: zwei aufeinanderfolgende Zeilen
oder Verse haben einen ähnlichen Sinn (manchmal aber auch eine gegensätzliche
Bedeutung). Beispiel (Psalm 22 Vers 1-3).
Psalmenüberschriften
Im Hebräischen sind die meisten Psalmen mit Überschriften versehen, die von kurzen
Verfasserangaben über heute kaum mehr verständliche musikalische Angaben bis zu
mehrere Sätze langen Situationsschilderungen reichen. Fast die Hälfte der
Psalmen werden König David zugesprochen, was mit der "Davidisierung"
des Buches in nachexilischer Zeit zusammenhängt. Bei etwa 20 der 72
Davidpsalmen liefert der Text neben dem "le david" (Übersetzung: von
bzw. für David) noch Angaben zur Biographie Davids. Neben den Davidpsalmen gibt
es Asafpsalmen und Korachpsalmen, Psalmen, die jerusalemer Sängergilden
zugesprochen werden. Aber auch Mose oder Salomo werden als Psalmendichter
genannt. Heute wird weithin angenommen, dass die hebräischen
Psalmenüberschriften sekundär sind, also nachträglich über die Psalmtexte
gesetzt wurden. Dies geschah aus theologischen und redaktionellen Gründen. Die
griechische Übersetzung der Septuaginta fügt weitere Überschriften hinzu, die
wohl aus einer anderen hebräischen Textquelle stammen. Somit haben in der
Septuaginta und in den aus dieser abgeleiteten Übersetzungen alle Psalmen eine
Überschrift, mit Ausnahme der beiden ersten. Bereits damals wurden die
musikalischen Angaben des hebräischen Textes in großen Teilen nicht mehr
verstanden; deren entsprechend kryptische griechische Übertragungen boten
später Anlass zu vielfältiger symbolischer und mystischer Interpretation.
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